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Krafttiere des Menschen
Katze

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Stichworte: seinen Platz finden - in die eigene Mitte kommen - Ruhe & Rückzug

 

Die Katze ist der kleine König im Tierreich. Sie ist die Majestät unter den Kleinen. Eine Katze sorgt immer dort, wo sie ist, für Ordnung. Das macht sie während der Nacht. Es ist eine Ordnung, die jedoch für den Menschen unsichtbar bleibt, denn er kann sie nicht erkennen. Die Katze kommt daher als Krafttier zu einem Menschen, wenn er Ordnung in seinem Leben herstellen soll. Das muss er im wesentlichen alleine tun. So wie allerdings auch die Katze nur auf den ersten Blick ein Einzelgänger ist, hat auch der Mensch Helfer bei seiner Aufgabe. Sie bleiben aber im Hintergrund, sodass er seinen Weg vorwiegend allein finden kann.

 

Wann kommt die Katze als Krafttier?

 

Wenn die Katze als Krafttier zu einem Menschen kommt, dann befindet er sich in einer Situation, in der er seinen Platz erkennen soll. Das betrifft auch die Rangordnung, in der er sich bewegt. Wenn er erkannt hat, wo dieser Platz ist, soll er ihn für sich beanspruchen und einnehmen. Wichtig ist dabei auch, dass er diesen Platz und sich selbst wertschätzen lernt.

Hat man es erst besetzt, wird einem das eigene Revier zuweilen von dritter Seite streitig gemacht. Die Katze lehrt ihren Menschen daher auch, die Krallen zu zeigen und den eigenen Raum verteidigen zu lernen. Die anderen haben dort nichts verloren. Verteidigungsfähigkeit ist aber nicht die einzige Taktik, die sie ihrem Menschen vermittelt. Sie verleiht sie ihm eine schöne Ausstrahlung. So wirkt er angenehm auf andere und erwirkt, dass sie ihn von sich aus in seinem Vorhaben unterstützen.

 

Innere Ruhe & Unempfindlichkeit

 

Wenn die Katze als Krafttier kommt, ist der Mensch in Unruhe. Unstet läuft er umher, hastet von einem Ort zum nächsten. Hat er erst mit Hilfe seines Krafttieres den Platz, an den er gehört, gefunden, kommt er dadurch zur Ruhe. Er verteidigt ihn und weiß ihn sicher. Dorthin kann er sich zurückziehen, wann immer er Kraft tanken will. Das macht ihn auch unempfindlicher gegen das Außen. So wie die Katze ein dichtes Fell hat, bekommt der Mensch in dieser Zeit auch ein dickeres Fell, das ihn nach außen abschirmt.

In der Phase der Katze werden die Dinge selbstverständlicher. Durch die stetig zunehmende innere Ruhe werden die Umstände des Lebens nicht mehr andauernd in Frage gestellt, genauso wenig wie das eigene Sein. Die Dinge sind, wie sie sind. Dadurch, dass der Mensch in sein eigenes Zentrum findet, findet er ebenfalls in seine Kraft. Aus dieser Kraft heraus kann er jetzt anderen Menschen offener und empfänglicher begegnen. Er ist aufmerksam für seine Umgebung, ohne sein Zentrum zu verlassen oder sich von seiner betriebsamen Umwelt anstecken zu lassen. Jetzt kann die Katze wieder gehen, denn er hat ihre Lektion verstanden.

(Der Text entstand in Zusammenarbeit mit der nicht-alltäglichen Wirklichkeit

während einer schamanischen Reise)

 

 

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