| ToPAS: |
Hallo. Vielen Dank, dass du uns einige Fragen beantwortest. |
| Schaf: |
Nichts zu danken, ich freue mich darüber. Wir haben Grashälmchen gezogen und ich habe gewonnen. Ist das nicht schön? |
| ToPAS: |
Wir freuen uns auch. Sag, liebes Schaf, worum geht es bei dir als Krafttier? |
| Schaf: |
Ich bin geduldig und sanft und habe einen dicken Pelz. Insofern kann mich nichts so schnell aus der Ruhe bringen. Aber wir werden auch immer wieder in regelmäßigen Abstände geschoren und stehen dann für eine Weile ganz nackt da. Deshalb stehe ich auch für den Wechsel zwischen sich zeigen und sich zurücknehmen. |
| ToPAS: |
Du bist ja auch ein ausgesprochenes Herdentier. |
| Schaf: |
Genau. Sich nicht zeigen kann in manchen Situationen sehr klug sein - man zieht sich dann zurück und bleibt mit sich allein. Das kann auch dadurch passieren, dass man sich wie alle anderen gebärdet und nicht herausstechen will. In so einer Situation kann man sich dann gut mit sich selbst beschäftigen, wofür ich auch stehe: Die geduldige Auseinandersetzung mit sich selbst. |
| ToPAS: |
Du gilst auch als bescheidenes Tier, stimmt's? |
| Schaf: |
Genau, sehr zu recht. Von mir können die Menschen, zu denen ich komme, auch lernen, nicht zu hohe Erwartungen zu haben, sondern sich geduldig zu bescheiden. Das gilt übrigens auch für den richtigen Augenblick. |
| ToPAS: |
Wie meinst du das? |
| Schaf: |
Nun, die Menschen, zu denen ich komme, sind meist ungeduldig und wollen die Dinge über's Knie brechen. Sie wollen es erzwingen und beschleunigen. Sie weigern sich regelrecht anzuerkennen, dass alles seine Zeit hat und die göttlichen Rhythmen der Natur und des Lebens auch für sie gelten. Ich helfe ihnen dann, zu erkennen, dass dieses trotzige Verhalten für sie zu nichts führt und dass Demut nichts schlechtes ist. Mal ist es eben Zeit für das eine und mal ist es Zeit für das andere. Alles ist Teil eines natürlichen Zyklus - es ist gut, wenn die Menschen das nicht vergessen. |
| ToPAS: |
Wir wollen dir nicht zu nahe treten, aber für uns seht ihr alle gleich aus. Hat das auch was zu bedeuten? |
| Schaf: |
Aber ja und ich nehme euch das gar nicht krumm, wenn ihr es sagt. Es ist etwas sehr schönes, wenn man wie die anderen ist. Das schenkt einem ein tiefes Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit und Gemütlichkeit. Ihr Menschen seid euch alle mit euren Themen und Entwicklungszyklen auch viel ähnlicher, als ihr manchmal wahr haben wollt. Es täte euch gut, euch von Zeit zu Zeit daran zu erinnern. Es verbindet euch untereinander und nimmt den Druck vom einzelnen, unbedingt und künstlich etwas Besonderes sein zu wollen - oder sogar zu müssen. |
| ToPAS: |
Was sind die drei wichtigsten Stichwörter zu dir als Krafttier? |
| Schaf: |
Geduld, Anerkennen-was-ist und die Natürlichkeit der Zyklen, die wir durchlaufen. |
| ToPAS: |
Zum Abschluss die berühmte Frage nach dem schwarzen Schaf. Was hat es damit sich auf sich? |
| Schaf: |
Na, die schwarzen Schafe sind jene, die die Themen nicht anerkennen wollen, für die wir stehen. |
| ToPAS: |
Vielen Dank für das Gespräch. |
| Schaf: |
Gern geschehen, ihr Lieben. War nett, mit euch zu plaudern! |