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Wenn Sie sich für Astrologie, akribisch geplante Vergeltung und Geschichten begeistern können, die man nicht mehr aus der Hand legen will, dann sind Sie hier richtig:

 

Kriminalroman: Der 237. Grad (mehr)

 

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Die Mondknotenachse: von 2 nach 8

 

Die Mondknoten stellen ein unverzichtbares Mittel für die astrologische Deutung dar. Sie strukturieren die Analyse und geben eine grundlegende Richtung der Interpretation vor. Sie stehen zum karmischen Hintergrund des jeweiligen Menschen in Verbindung und erweitern dadurch die Perspektive auf die Zusammenhänge innerhalb des Geburtsbildes.

 

Die Mondknotenachse zeigt die Ausrichtung des grundlegenden Lebensthemas an. Sie symbolisiert die Aufgabe, die sich der Horoskopeigner selbst für diese Inkarnation gestellt hat. Die Mondknoten stellen dabei die Punkte im Horoskop eines Menschen dar, in denen die Verschmelzung von männlichem Bewusstsein (Sonne) und weiblichem Unterbewusstsein (Mond), von Animus und Anima, von dem menschlichen Selbst und der Allnatur gelingen kann.

 

Im Südknoten ist sie bereits vorhanden, im Nordknoten soll sie im aktuellen Lebenszyklus erreicht werden. Daher stellt der nördliche Mondknoten einen Kristallisationspunkt dar, in dem ein Mensch das größte Entwicklungspotential hat. Dieser Punkt symbolisiert seine Hauptaufgabe seiner Inkarnation. Alles führt zu ihm hin.

 

(Hinweis: Die Deutungshinweise im unteren Abschnitt beschreiben nicht einen konkreten Menschen. Sie sollen eine Vorstellung davon vermitteln, wie sich eine bestimmte Mondknoten-Konstellation grundlegend zeigen kann. Im Horoskop ist die Achse eingebunden in ein Netz zahlreicher Faktoren - welche die Deutung wesentlich verändern können. Was also für den Einzelnen seine Mondknotenachse tatsächlich bedeutet, kann nur die Gesamtschau innerhalb einer individuellen Beratung klären.)

Liegt der südliche Mondknoten im Zeichen Stier bzw. zweiten Haus des Horoskops haben wir einen Menschen vor uns, der zunächst deutlich auf die materielle Seite des Lebens bezogen ist. Sein Sicherheitsbedürfnis ist stark ausgeprägt und es will bedient werden.

 

Auch achtet dieser Mensch auf eine klare Abgrenzung zu anderen, verteidigt sein Revier mitunter vehement und pflegt seinen eigenen, oft genießerisch ausgelegten Lebensstil. Er legt Wert auf hochwertige Gegenstände in seinem Umfeld, richtet seine Wohnung mit Qualitätsmöbeln ein, kauft guten Wein und gesundes Essen und achtet auch darauf, seinen materiellen Besitz angemessen zu zeigen.

 

Grundlegende Entwicklungslinie

 

In diesem Pol fühlt sich der Mensch mit dem südlichen Mondknoten im zweiten Haus (oder auch im Stier) zunächst wohl. Der Umgang mit Geld geht ihm meist leicht von der Hand und er lebt gut geerdet sein Leben.

 

Natürlich ist auch hier im Laufe Zeit, vor allem in der zweiten Lebenshälfte, das entgegengesetzte Prinzip anzustreben, das wir im achten Haus bzw. dem Tierkreiszeichen Skorpion finden. Dort dreht sich nun alles um die Beziehung, also die Verflechtung mit dem einzelnen Mitmensch und auch um das Ausbilden eigener Meinungen und geistiger Konzepte, an denen leidenschaftlich gearbeitet und festgehalten wird. 

 

Die Entwicklung soll daher weg von der übergroßen Verhaftung mit dem Materiellen hin zur Aneigung geistiger und zwischenmenschlicher Werte gehen.

 

Was gewinnt der Stier durch den Skorpion?

 

Die Integration des achten Themas bereichert den materiell ausgerichteten, betont im Realen verwurzelten Stier, der sich nur langsam und nicht selten schwerfällig mit der betastbaren Wirklichkeit befasst, um geistige Konzepte und auch einer gewissen mentalen Antriebskraft. Die sehr abgegrenzte, gesicherte Welt des Zweithaus-Betonten weitet sich durch die Hereinnahme der Risikobereitschaft des Skorpions. Ein Hauch von Gefahr zieht in die wohlgeordnete und übersichere Existenz ein und verleiht ihr neue Würze und Lebendigkeit.

 

Dies natürlich auch dadurch, indem die Beziehungsfähigkeit geübt und ausgebildet wird, wodurch neue Menschen in das eigene Leben treten - und es nicht selten durcheinander wirbeln. Die oft zementierte Vorstellung des Stierbetonten von Sicherheit (die oft nichts anderes als Erstarrtheit ist) erfährt auf diese Weise eine Neudefinition, die ihm gut tut.

 

Auch seine bisweilen stark selbstbezogene sexuelle Genußfähigkeit wird durch skorpionische Leidenschaft und die Fähigkeit zur zeitweiligen Verschmelzung mit dem Partner um ein wesentliches Element bereichert. Dem oft oberflächlich und materiell ausgerichteten Stier verleiht der Skorpion emotionalen Tiefgang und vergrößert dadurch dessen Lebensspielraum enorm.

 

Materieller und geistiger Besitz

 

Der Skorpion erweitert den materiellen Besitz des Stiers um eine geistig-emotionale Komponente. Dem festhaltenden Stier, der aufbaut und bewahrt, bringt die Integration des gegenüber liegenden Themas eine Vorstellung von der unvermeidlichen Vergänglichkeit der Dinge - ganz besonders derjenigen, die man anfassen kann. Auf diese Weise bewahrt er sich vor einem übertriebenen Besitzdenken und -streben.

 

So hat er zwar einerseits weiterhin Freude am Erwerb und Erhalt materiellen Besitzes, aber durch das Wissen tieferer emotionaler Umwandlungsprozesse (abgebildet auf der materiellen Ebene zum Beispiel über den Wechsel der Jahreszeiten) vergötzt er die Materie nicht mehr als letztes Ziel seiner Bemühungen, sondern kann den Blick auch auf andere, tiefere und wesentlichere Werte des menschlichen bzw. irdischen Lebens richten. 

 

Er erkennt, dass das, was wir tatsächlich besitzen können und was uns grundlegend niemand nehmen kann, unsere Erfahrungen und zwischenmenschlichen Beziehungen sind. Sie machen das Leben im Kern aus, wenngleich die physische Seite natürlich auch bedient und gepflegt werden will, weil der Mensch als im Kern geistiges Wesen erst durch seinen Körper und den Umgang mit der physischen Seite der Wirklichkeit in dieser handlungs- und erfahrungsfähig wird.

(Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen zu diesem Beitrag in unserem Gästebuch!)

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