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Kriminalroman: Der 237. Grad (mehr)

 

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Was sagt das Horoskop?

 

Ein Horoskop besteht aus drei Hauptkomponenten: Tierkreis, Häuserkreis und markante Horoskoppunkte. In die dritte Kategorie gehören v.a. Sonne und Mond sowie die Planeten von Merkur bis Pluto.

Beispiel: Geburtshoroskop Pablo Neruda

Der Tierkreis entspricht symbolisch dem Lauf der Erde um die Sonne, während der Häuserkreis durch die Drehung der Erde um sich selbst entsteht. Der Tierkreis mit seinen 12 Abschnitten repräsentiert das menschliche Potential an sich. Die zwölf Themen der Tierkreiszeichen sind die grundsätzlichen Anlagen, die jeder Mensch in sich trägt und zu entwickeln hat. Niemand erreicht dies jedoch in einer Inkarnation, niemand bringt sich in nur einem Leben zur vollen menschlichen Blüte. Viele Leben sind nötig, bis sich in einem Vertreter der Spezies Mensch das gesamte Potential der Menschheit verwirklicht hat und sein transzendenter Kern sichtbar geworden ist.

 

Der Häuserkreis symbolisiert das einzelne Individuum und damit die persönliche Ebene des Horoskopeigners. Zwölf Häuser, die verschiedene Bereiche des Lebens bzw. der menschlichen Entwicklung repäsentieren, stehen zwölf Tierkreiszeichen gegenüber, die die potentiellen menschlichen Anlagen darstellen. Die Zeichen sind immer 30° groß, die Häuser sind es meistens nicht. Jede Hausspitze, d.h. der Beginn des jeweiligen Feldes, fällt in ein Tierkreiszeichen. Dieses Zeichen deutet an, welche Anlage in dem Lebensbereich, der durch das Haus symbolisiert wird, entwickelt werden soll. Das Geburtshoroskop sagt uns also, welche Grunderfahrungen unsere Seele auf den unterschiedlichen Lebensgebieten machen will.

Die Abbildung zeigt, dass wir den Häuserkreis in vier Quadranten unterteilen. Jeder Abschnitt hat eine Überschrift, die das Thema anzeigt, um das es grundsätzlich geht. Die Reihenfolge der Quadranten im Tierkreissinn, also links herum, spiegelt den normalen menschlichen Entwicklungsweg. Die einzelnen Häuser werden durch das Thema ihres Quadranten eingefärbt, tragen aber auch ihre eigene Bedeutung.

 

Erster Quadrant: Das Physische

 

Das erste Haus erzählt uns von der Persönlichkeit des Horoskopeigners. Das Thema des Tierkreiszeichens, in das die Spitze dieses Hauses fällt, ist der Aszendent. Er ist ein besonders wichtiger Punkt, weil er die Grundanlage anzeigt. Anders ausgedrückt: Er sagt uns, wie der betreffende Mensch "in der Wolle gefärbt" ist. Weitere Themen dieses Feldes: Durchsetzungsfähigkeit und physische Identität.

 

Das zweite Haus erzählt uns über den Umgang mit dem eigenen Körper, dem ersten und wichtigsten materiellen menschlichen Besitz. Weitere Themen sind: Umgang mit Geld und Werten, die Abgrenzung gegenüber anderen und Schutz des Eigenraums.

 

Das dritten Haus spricht über die Vermittlung der eigenen Inhalte. Mimik und Gestik sind wesentliche Bestandteile unserer Kommunikation - wir sind immer noch im ersten Quadrant, dem Abschnitt des Physischen. Weitere Themen: Austausch mit anderen, das Aufnehmen und Weitergeben von Informationen.

 

Zweiter Quadrant: Das Emotionale

 

Mit dem vierten Haus beginnt der zweite Quadrant, in dem das Seelische zu finden ist. Haus vier zeigt die seelische Identität, weshalb hier auch die Gefühle zu Hause sind. Gefühle sind die Sprache der Seele. Sie zeigen uns darüber, ob wir uns mit etwas wohlfühlen oder nicht, wer wir innerlich sind. Indem wir uns seelisch berühren lassen und unsere Reaktionen auf das Erlebte, unsere Gefühle, ernstnehmen, können wir uns selbst erkennen. Weitere Themen: unser Zuhause, unsere Herkunft, Umgang mit Gefühlen und Geborgenheit.

 

Im fünften Feld geht es um Schöpfung. Die Inhalte, die wir im vierten Haus gefunden haben, wollen wir jetzt zum Ausdruck bringen. Wie tun wir das? - Durch alles, was wir im Außen hervorbringen und erschaffen. Sie sind ein Spiegel unserer Selbst. Sie repräsentieren das, was wir sind. Auf diese Weise lassen wir die Welt wissen: Ich bin da und ich bin so, wie ich bin! Weitere Themen: Handlungsfähigkeit, Kreativität, Kinder, emotionaler Selbstausdruck, Selbstständigkeit - und nicht zuletzt Lebensfreude.

 

Das Ende des zweiten Quadranten markiert das sechste Haus. Hier steht die Arbeit im Mittelpunkt. Wenn das zunächst für manche trocken klingt, dann nur, weil wir mit Arbeit meist den ungeliebten Job meinen, der uns die Miete finanziert. Arbeit im erwachsenen Sinne des sechsten Hauses ist jedoch etwas anderes. Gemeint ist die Nutzung dessen, was wir in unserer konkreten Lebensumgebung vorfinden - und zwar im Sinne unseres eigenen seelischen Auftrages. Das heißt: Zu erschaffen, was unser Herz uns aufträgt. Arbeit in diesem Sinne ist also, sich die Umwelt nutzbar zu machen und auf diese Weise der Welt den eigenen Stempel aufzudrücken. Weitere Themen: Diagnosefähigkeit und fokussierte Wahrnehmung.

 

Dritter Quadrant: Das Mentale und das DU

 

Sobald wir die Themen und Fähigkeiten des Ichs, d.h. der Häuser 1 bis 6, entdeckt und entwickelt haben, sind wir bereit, unserem Mitmensch zu begegnen. Das ist das Thema des siebten Hauses, mit dem der dritte Quadrant beginnt. Hier ist das Mentale zu Hause. Hier finden wir unsere Ideen und Vorstellungen. Das ist ein Hinweis auf die Funktion von Begegnung mit anderen: Sie sind eine Plattform, auf der wir uns selbst entdecken können. Im Spiegel des Du können wir unser Ich entziffern. Weitere Themen dieses Hauses: Partnerschaft, Harmonie, Schönheit.

 

Wie jedes Mittelhaus eines Quadranten verdichtet auch das achte Haus das, was im Feld vorher gefunden wurde. Das ist in diesem Fall zweierlei: Begegnung und mentaler Inhalt. Ersteres wird im achten Haus zur Beziehung, die wir als verdichtete Begegnung beschreiben können. Zweiteres wird zur Meinung als verdichtete Idee. Die Beziehung unterscheidet sich von der partnerschaftlichen Begegnung des siebten Hauses dadurch, dass wir uns hier emotional an das Du binden. Wir werden verbind-licher. Das gleiche gilt für den mentalen Aspekt: Eine Meinung ist weit weniger flüchtig als eine Idee. Weitere Inhalte dieses Hauses: Transformation, Umgang mit Macht und Ohnmacht, Selbstbestimmung.

 

Im neunten Haus werden die Meinungen weiter entwickelt zu einer eigenen Weltanschauung. Dieses Feld erzählt uns etwas darüber, wie wir die Welt sehen. Bezogen auf das Du ist hier der Austausch innerhalb einer Beziehung und auch der Beziehungsalltag angezeigt. Weiteres Thema: jede Form von geistiger Horizonterweiterung, Bildung, Reisen, etc.

 

Vierter Quadrant: Das Bewusstsein und die Gesellschaft

 

Das zehnte Feld läutet den letzten Quadranten ein, der die Überschrift Bewusstsein und Gesellschaft (=kollektives Du) trägt. Das zehnte Haus, als das erste dieses Abschnitts, erzählt uns daher, wie wir der Gesellschaft, in der wir leben, begegnen. Wie werden wir wahrgenommen? Wie nehmen wir die Gemeinschaft wahr? Was tragen wir bei? Folgerichtig geht es hier konkret um Erziehung, Beruf, Umgang mit Autorität. Das zehnte Feld beschreibt unsere öffentliche Identität als Reflex auf unsere seelische Idenität des vierten Hauses, das genau gegenüber liegt.

 

Das elfte Haus verdichtet wieder das, was im Vorhaus gefunden wurde. Es geht um die Freiheit. Allerdings wird es oft durch die unerlöste Vorstellung von Verantwortung (Haus 10) bestimmt. Das heißt: Je unbewusster wir im zehnten Haus noch bestimmt werden von Erziehung, äußeren Autoritäten und den Maßstäben und Regeln der Gesellschaft, desto unfreier müssen wir im Haus 11 bleiben. Entscheiden wir uns dann irgendwann - durch äußere Einflüsse oder innere Reifung - zur persönlichen Revolution, bleibt davon natürlich auch das zehnte Haus nicht unbeeinflusst. Weitere Themen: Emanzipationsprozesse, Freunde, gemeinsame Unternehmungen mit anderen.

 

Der letzte Abschnitt des Häuserkreises ist das zwölfte Haus. Das grundsätzliche Stichwort ist Vertrauen. Es ist das Haus der Spiritualität, unser Fenster zum Kosmos und zur Göttlichkeit - der übergeordneten wie der eigenen. Wie wir die Themen dieses Abschnitts leben können, hängt entscheidend auch wieder von Haus 10 ab. Ein Mensch, der sich mit dem identifiziert, was wir die Realität nennen, d.h. die sinnlich erfahrbare Ebene der Wirklichkeit, wird sich schwer tun, andere Dimensionen des Existierenden wahrnehmen zu lernen.

 

Unsere Seele weiß natürlich immer, dass die Realität nur ein Aspekt der Wirklichkeit ist und sie sehnt sich nach der Vereinigung mit dem Göttlichen, der Allliebe und Erfahrung des Einsseins - denn das ist ihre wahre Natur. Muss das aus weltanschaulichen Gründen verdrängt werden oder weil wir vor allem normal sein wollen, bleibt uns oft nichts anderes übrig, als diese Sehnsucht unserer Seele im Alkohol zu ertränken oder andere Fluchtwege zu erfinden. Weitere Themen: gemeinschaftliche Verdrängung (z.b. Gefängnisse und Altenheime), Einsamkeit, Spiritualität.

(Wir freuen uns über Ihre Anmerkungen zu diesem Beitrag in unserem Gästebuch!)

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